Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zi8 ' LA OX» LA seyn. llnd wir hoffen, unsere Leser werden sich leicht mit uns, des Verlusts halber, den sie dabey leiden, wieder aussöhnen lassen. Dis vornehmste Sorge eines jeden Juden ist vorißk, den besten Waitzen, den man nur immer bekommen kann, sich anzuschassen. Der Drnch Lhnjin» rhut zwar§. 45 z. den Ausspruch, daß auch noch andere Arten von Getraide zur Noch dazu gebraucht werden könnten, die Osterkuchen davon zu backen. Denn es heißt daselbst: „Dieses sind die Arten, aus welchen man, seiner Schuldigkeit nach die Mazzoß, oder Osterkuchen backen kann: Wachen, Gersten, Dünkel öder Spelt, Haber und Korn oder Roggen; nur nicht Reiß, oder Erbsen, Linsen, Bohnen und dergleichen. —— Allein es hat nach der Zeit das Buch Mnbnril die Verordnung gemacht, blos Waitzen zu nehmen; es müßte denn schlechterdings gar keiner zu haben seyn. Um sich nun nicht durch ihre eigene Schuld, dieser Unmöglichkeit auszusetzen , so kaufen die mehresten Juden dergleichen Waitzen wohl schon dreyßig Tage vor Ostern ein, und theilen auch, wenn sie genug haben, denen Armen davon mit.— Hiervon schreibet der Tract. Genei) Chajim §. 429. „Man untersuchet die vorgeschriebenen Gebräuche des Passah schon dreyßig Tage vorher. Man ist alsdenn gewohnt, den Waitzen einzukaufen und den Armen davon nach Nothdurft mikzutheilen, und ein Mer, der nur wenigstens