Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zv6 OXS LL Als Gäste pflegte man nebst dem mitgebrachten Haußgesinde noch mehrere zu diesen Mahlzeiten dazu zu bitten, nemlich Leviten, Wittwen, Waisen, u. dergl. Diese ergötzten sich mit einander bey diesen Mahlzeiten, auf eine geziemende Art. Am wenigsten durften bey dieser Gelegenheit die Leviten vergessen werden. Denn da diese nichts Eigemhümliches im Lande hatten, so mußte man sie bey solchen Gelegenheiten entweder zu sich bitten, oder ihnen doch so viel Fleisch geben, daß sie auch lustig, und frölich im Herrn an diesem Feste seyn konnten. — Die Dankopfer, welche der Menge wegen, den ersten Tag nicht geopfert werden konnten, brachte man den andern, und die folgenden Tage dar. Nach Endigung des Festes aber durfte man keine solche Opfer mehr bringen. — Mit Annäherung des Abends, wurden nun auch die Abendopfer, unter den gewöhnlichen Ceremonien, geopfert. Gleich nach Untergang der Sonnen, wurde die lDebegar be, abgeschnitten, die am folgenden andern Ostertaae dem Herrn,als die Erstlinge der bald folgenden Ernde, geopfert werden sollte. Und weil die Gerste im gelobten Lande am ersten reif wurde, so muste dieses eine Gersten- Garbe seyn. Daher kommt es auch, daß dieser andere Ostermg, der Tag, an dem man mit der Sichel in der Saat (zu arbeiten) anfange, genennet wurde. Man vergleiche 5. B. Mose