Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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LL r>k Diesen ganzen Tag beschäftiget man sich, mit der Zubereitung zu dem bevorstehenden purimfeste, indem ein jeder, so viel er nur vermögend ist, von Wein, Kuchen, und andern köstlichen Gerichten darzu anschaffet. Des Nachmittags , etwa kurz vor der Zeit hesMinchagebetes, theiletman dreyerley Arten von Geschenken aus. Das erste heisset Machziß Hnfchokcl, d. i. ein halber Seckel; nach unser» Gelbe ohngefähr drey Groscheu. Dieses Geld ist eigentlich für die armen Juden, die zu Jerusalem, oder an andern Orten in dem gelobten Lande, wohnen; oder auch für solche, die ins gelobte Land ziehen wollen, g6- - wiedmet, und -wird bcy großen Gemeinen, in den Synagogen eingssammelt, —- Das andere dieser Geschenke führet den Namen Mischioach fNoirost, lMd bestehet nach Beschaffenheit der Umstande, und der Personen sowohl aus allerley Kostbarkeiten hon Gold- oder Silber, und Kleinodien; oder auch aus Geld, Speisen, Zuckerwerk, und andern dergleichen Sächelchen. Diese Art der Geschenke machen sie sich unter einander selbst, so wie es etwa bey uns mit den Weynachts-Geschenken gehalten wird. Am meisten aber haben sich die Herren Rabbiner dieser Geschenke zu erfreuen. Das dritte nennet man M2NV Makonoß Läefjsnien, und dieses bekommen die Armen, damit sie sich auch, an diesem Feste, lustig machen können— Bey der zweyten O; Gat-