Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Dreyzehntes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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IY4 LS OXO LS leichterer Mühe abhauen können. Es wird daher auch diese Geschichte an diesem Tage von den Juden, absonderlich von den Weibern, sorgfältig durchgelesen. Die vornehmste lind größeste Feyerlichkeit dieses Festes bestehet darinnen, daß sowohl in der Synagoge, von dem Vorsänger, als auch in den Häusern von jeder Mannsperson, Achter angezundet werden, llnd zwar zündet jeder den ersten Abend eins, den andern zwey, den dritten drey, an, u. s. f. Sowohl in der Synagoge, als in ihren Häusern haben sie zu diesen Achtern gewisse besondere Gefäße. Diejenigen, so Wachslicht brennen, haben ein Eisen mit acht Zacken. Auf jeden derselben stecken sie ein Wachslicht. Wer aber Baumöhl brennet, als welches für das beste und bequemste gehalten wird, der hat dazu von Meßing, oder gar von Silber, acht, in eine Reihe gestellte, gegossene Lämpchen. Die Zeit, zum Anzünden dieser Achter, ist, wenn die Sonne untergegangen. — Von dem Scheine derselben, darf niemand sonst den geringsten Gebrauch machen; ja es darf auch sogar kein ander Licht, an einem von diesen, angezündet werden. — Daher haben sie neben jenem noch ein ander Licht, das sie wvw SchamesH, d. ü den Diener, nennen, und welches sie nach den Anzünden, etwa einer Hand breit höher, als die übrigen Channuckahlichtex, anfstecken.