Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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r?4 LS »XO LS bath etwas zu essen hernehmen? Damit aber will er soviel sagen: Hattet ihr auf dieser Welt etwas gutes gethan, so würdet ihr hier auch Gutes zu gemessen haben. — Jedoch, ich habe unter meinen Geboten ein ganz leichtes, nemlich das Gebot des Lauberhüttenfestes; Gehet hin, und haltet dasselbe. — Hierbey wird gefraget: Wie hat denn Gott also sprechen können? Es hat ja R. Josua, der Sohn Levi gesagt: Es stehet in der Schrift: Welches ich euch heute gebiete, heute sollt ihrs thun, aber nicht morgen; Heute, auf dieser Welt, nemlich sollt ihrs thun, und morgen, d. i. in jener Welt, werdet ihr den Lohn davor zu gewarten haben. — Die Antwort ist : Gott will mit seinen Geschöpfen nicht tyrannisch verfahren. Warum nennt es aber Gott ein geringes und leichtes Gebot? Antwort; weil eben keine sonderlich grossen Ausgaben bey demselben nöchig sind. -- Die Völker heißt es ferner, werden hierauf sogleich hingehen, und sich Lauberhütten auf ihren Dächern aufrichten. Gott aber wird pme solche starke Sonnenhitze über sie hervor bringen, als wie in dem Wonach Tamus, «oder Julius,) da werden nun alle Völker aus ihren Hütten heraus laufen, und sie zertreten, und beschimpfen; wie geschrieben stehet, 2. Ps. v. z: Lasset uns zerreist sen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seile." — Hier wird wieder eingewendet, warum denn Gott mit Fleiß die Sonne so stark werde scheinen lassen, da es doch heisse; Gott gehe mit seinen Geschöpfen nicht tyrannisch um? Antwort, deswegen