Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zwölftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2577043-2577044-9903383--1094-2577726- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I8V GX» L-r llnd eben in dieser Nacht traumete nur, dieser Rabbi habe den Namen Jehovah ausgeschrieben, und den vierten Buchstaben desselben, sehr weit von den drey übrigen abstehend, hingesetzek. Ich setzte ihn dießfalls zur Rede. Er aber antwortete, es wäre bey ihm so brauchlich. Als ich erwachte, verwunderte ich mich über dieses Gesicht, und konnte die Bedeutung desselben nicht begreifen. Da ich aber hernach bey dem Frühgebct sähe, daß dieser Rabbi den Lulaf schüttelte, ohne den Meer- oder Adamsapfel dabey zu haben, so verstund ich meinen Traum. Denn die vier Stücke, dasLulaf, die Myrthen und Weydenstangel, und der Meerapfel sind mit den vier Buchstaben des Namens Gottes in Vergleich zu stellen. Wer Nur ein einziges davon weglaßk, oder auch nicht so, wie er soll, halt, der begeht eine grosse Sünde; denn es ist gleich, als wenn er den Namen Jehovah unrecht schriebe. — Das Buch Abudar Ham saget, S. 109. wenn man den Lulaf schüttele, so solle man bey dem Verse: O Herr hilf! zweymahl schütteln; Denn hierdurch werde der böse Wind, und der böse, Thau zurück gehalten, und der Teufel abgesihreckt, daß er bey Gott nichts böses Vorbringen könne. — S. HO. heißer es: Der Meerüpfel hat eine Beziehung auf ,das menschliche Herz. — Man erlangt dadurch Vergebung, wegen der bösen Gedanken, so in dem Herzen verborgen zu seyn pstegen; undzeiget, daß man lein Herz zu dem Vater im Himmel richten wolle. — Die Myrthenstängel sollen