Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Sechstes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LU OXG LU -5 vermischte Wasser und Wein, vermittelst eines darinnen befindlichen Lochs,' so unten am Bvdm!war, in Röhren unter die Erde und endlich in dem >Bach Kidron liefe. Bey diesem Ausgießen wurde abermals mit Trompeten, Schallmeyen, und andern Instrumenten herrlich muficiret. In den folgenden Zeiten war es aufgekommen, daß man dabey noch dem, der das Wasser ausgegoffen hatte, zurief: „Hebe deine Hände empor." lind dieß geschähe, damit das Volk sehen konnte, daß düs Wasser wärklich m das silberne Becken gegossen wäre. Die Ursache hier-, von war diese: Weil die Sadducaer dieses Wassergießen nicht billigten, so war es, wie man vorgiebt emsmahls geschehen, daß ein Priester, der, ein Sadducaer war, dieses mit dem Wein ver- , mischte Wasser, an statt es in das dazu bestimmte Gefäße zu gießen, es zu seinem Füssen hinschüttete. Er wurde aber dafür von dem Volks mit ihren in den Händen habenden Eßrogim fast zu Tode geworfen; wobey es denn zugleich geschehen, daß eines von den Eck-Zierrathen oder Hörnern des Altars zerbrochen worden. Man findet diese Nachricht in dem Talmud Tvact.Stts ckah, S. 48. Col. 2r ausgezeichnet. Diese Ceremonie des Wassergießens wurde das ganze Fest hindurch, und also alle acht Tage nach einander wiederholet. Und wenn auch ein Sabbath dazwischen einfiel, so mußte doch auch an FZ die-