Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Viertes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577044-9903375--0958-2577598- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
;r LS E LS singen an. .In diesem Gebete, welches in chakdäischer Sprache abgefasset ist, machen sie sich von der Verbindlichkeit aller der Eydschwüre, Gelübde, Angelobungen, und Verbannungen loß, welche sie, es sey nun aus Unbedachtsam/eit, oder unüberlegt oder auch gezwungen, von diesetn Versöhnungstage an, bis zu dem künftigen thun würden. Denn es heißet am Ende dieses Gebetes: » Unsere Gelübde sollen keine Gelübde, und unsere Eydschwüre sollen keine Eydschwüre seyn." > Dieses Gebet singt der gemeldete Vorsänger dreymahl hinter eivander, und zwar das andere- > mahl etwas lauter, als das erstere, und das drittemahl ganz laut. — In diesen dreymahligen Absingen, soll wieder eine Nachahmung des Hohenpriesters stecken, welcher erstlich für sich, her- ' nach für seine Haußgenossen, und dann für ganz Israel ein Sündenbekenytniß thun mußte. — Hierauf stimmt der Vorsänger dreymahl laut diese Worte an: „Es müsse die ganze Israelitische Gemeine, und der Fremdling, der unter ihnen wohnet, Vergebung haben." Ist dieses vorbey, so antwortet die ganze-Gemeine mit lauter Stimme: „Iehovah sprach, ich habe, nach deinen Worten, vergeben."' Und hierauf spricht der Vorsänger. — „Gelobet sei,st du Iehovah, - - daß du uns hast diese Zeit erreichen lassen,, und uns bis hieher lebendig erhalten.'* Alles dieses itzt gemeldete muß, weil es noch Tag ist, abgesungen werden. Dg es aber nur - aus