Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Drittes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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HS MO LL 47 se Wachskerze in der Synagoge vor sich brennen zu lassen, die wenigstens 24. Stunden fort brennen kann. Und da sie selbst an diesem Festerem Licht anrühren dürfen, so haben sie einen andern Religionsverwandtsn zu dem Ende gedungen, der die Lichter in der Synagoge, gehörig abwarten und putzen muß. — Einige besonders fromme Juden, brennen zwey Lichter. Ein grosses, für die Seele. Dieses nennen sie die Nescpommehkerze. Und noch ein kleineres, für den Leib. —. lieber diese Gewohnheit macht das Buch Rehillath Schstomo S. 87. Col. z. folgende Anmerkung. — Die Lichter brennet man, heißt es, weil das Licht eine Versöhnung der. Seele ist, welche gleichfalls ein Licht heisset, und weil es eine Zierde Mid besondere Herrlichkeit ^ist, viel Lichter in der Synagoge zu haben. In Deutschland haben nur die Mannspersonen allein jeder sein Licht, denn eine Mannsperson hak 248. Glieder, hierzu gerechnet Geist unh Seele, macht 250, und das Wort id Nev,^iHt,welches aus den Anfangsbuchstaben der Worte NvVd L°»eschc»nmeh Runcl), d. i. Seele und Geist bestehet, hak nach der Zahlbedeutung auch 2;o. EineWeibesperson aber hat 2,2. Glieder; darum braucht sie kein Licht. In andern Landern aber,l haben die Weibspersonen auch ihre Lichter. Zu Haufe sind die Weiber schuldig, die Schabbeslampe anzuzünden. — Alle Arbeit ist an diesem Tage,eben so hart alsSabbakh verbothen.—So viel vortden allgemeinen Vorerinnerungen. Das