Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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— 28 TS OXO TS Dabey muß er die ihm zugöfügte Beleidigung auch selbst nauchast machen. Hierüber merket das Buch Rehillath Sch)lorno, folgendes an: Man hat die Gewohnheit, heißt es, an dem Rüstag des Versöhnfestes sich einander Mechilah, d. i. Verzeihung , zu ertheilen, damit an dem Versöhnkage selbst ganz Israel einig, und friedlich unter einander sei), und dem Satan keine l lrsach gegeben werde, böses, von ihnen zu sprechen. Denn in den Capiteln des R. Elresers wird gelehret; wenn Sammael stehet, daß Israel an dem Versvhnfeste sich vereiniget hat, und nicht sündiget, so spricht er > zu dem Heiligen Hochgelobten: Herr der ganzen Welt, du hast ein einziges Volk auf Erden, die den Engeln gleich sind. Denn gleichwie die Dienstengel unbeschuhet sind, so'sind es diese auch, (wir werden weiter unten hören, daß die heutigen Juden so wie Vormahls die alten Juden, den ganzen Versöhntag über ohne Schuhe scyn müssen.) Und gleichwie die Engel rein von aller Sünde sind, so sind diese auch rein von aller Sünde; die Engel haben Friede unter einander, Israel hat auch Friede. — Wenn nun der Hochgelobte ein solches > Zeugniß von dem Widersacher höret, so lasset er sich zur Versöhnung ihrer Sünde willig finden. Wo aber kein Friede-, und Einigkeit unter ihnen ist, so hat der Satan Gelegenheit seine Klagen recht häufig anzubringen. Denn da spricht er: Herr der Welt, diese stehen zwar vor deinem Auge-