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Der Jude · 1769-01-01 · Zweytes Stück (1769) · p. Seite 19

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Journal
Der Jude
Volume
Dritter Band (1769)
Issue
Zweytes Stück (1769)
Date
1769-01-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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ry ' doch Schneeweiß werden." — Aber es sey auch hingegen ein sehr übles Zeichen gewesen, wenn dieser Faden roch geblieben wäre, als wodurch das' Vülk in die größte Beirübmß wäre gesetzt worden. — Sie sagen uns ferner, daß, wenn der Faden weiß worden, so hakte der Führer des Bocks sogleich in ein bey sich habendes Horn gestoßen Sobald dieses Blasen von denen die in der letzten Hütte waren, gehöret worden, so Hätten diese gleichfals geblasen; und so sey es immer von einer Hütte zur andern gegangen, so daß man in sehr kurzer Zeit in Jerusalem selbst Nachricht davon gehabt, und erfahren, daß Sott gnädig gewesen wäre. Der Talmud erzehlet am angeführten Orte, daß dieses Band, welches er rp-nnl Hw'? Laschem Schel Gchorrß, d. i. eine rokhe Zunge, Strich, oder Faden nennet, anfänglich nicht mit hinaus in die Wüste sey genommen worden; sondern inan hätte es nur über der Halle des Tempels aufgehängek, so daß das Volk im Tempel selbst sogleich mit eignen Augen das gewisse Zeichen der > gnädigen Vergebung, gesehen hakte. — Hierzu wird die Nachricht geseßer, daß zur Zeit des Hohenpriester Simeons, des Gerechten, durch alle vierzig Ä^hre seines Amtes das Loos des Herrn immer in seine des Hohenpriesters, rechte Hand gekommen, und das rorhe Band allezeit weiß geworden sey. Nach der Zeit aber, da beydes zu verschiedenen mahlen fehlgeschlagen, so habe man für gut befunden, von der Zeit an, das rothe Band mit dem Br Vo-

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