Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Erstes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 L-L OXO LZL Heiligen, und Aller heiligsten hieng, einmahl in die Höhe, und siebenmahl unterwärts, wobey er gleichfalls so wie vorhin zehlen mußte. Aber der Vorhang durfte auch nicht selbst mit dem Blute besprühet werden. —Ebenso machte er>es auch mit dem Blute des Bockes. — Zuletzt aber nahm er das Farcen- und Bocksblut zugleich, mengte beydes und goß es einigemahl durch einander, und trat alsdann hin an den Rauchaltar, und ließ das Blut an jeden der vier Hörner desselben, über seine Finger, herunter laufen. Den Anfang machte er bey dem Horne, das gegen Nordosteu stunde; hernach gieng er zu dem Horne in der Nordwest Ecke; von da zu dem an der Westsüd Ecke; und endlich zu dem in der Südost Ecks. Wenn dieses geschehen, so thak er die' Asche und Kohlen von dem Rauchaltar bey Seite, säuberte den Ort wo dieß vorhin gelegen, besprengte denselben mit diesem Blute siebenmahl, und versöhnte damit den Tempel. Blieb noch etwas vom Blute übrig, so nahm er es mit sich hinaus in den Vorhof, und goß es an sden Boden des Brandopferaltars, in die in der Südwest-Ecke befindliche Röhre, durch welche es sodann in den Bach Kckron hinab floß. — Unter dieser Zeit aber, so lange nemlich diese ersteri Zeremonien währeten, war keinem Priester, noch vielweniger einem aus dem Volke erlaubt in das Heilige hinein zu gehen. Hatte der Hohepriester nun dieses alles vollbracht, so gieng er zu dem andern Bock, welchen das