Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Dritter Band (1769)
- Issue
- Erstes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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LS MO LL i; damit einmahl in die Höhe, und denn siebenmahl unterwärts; da er denn allezeit zehlete eimnahl und einmahl, einmahl und zweymahl, u. s. w. Dieses achtmahlige Sprengen geschähe gegen den Gnadenstuhl, doch also, daß derselbe von dem Blute nicht selbst besprenget wurde. Im andern Tempel, in welchem keine Bundeslade war, geschähe dieses Sprengen doch gegen den Ork hin, wo die ^ade mit dem Gnadenstuhl ehedefsen gestanden, auf den daselbst befindlichen Stein. Beym Sprengen selbst sähe der Hohepriester ganz ehrerbietig, und demüthrg für sich nieder, und wenn dasselbe verrichtet war, so gieng er in größter Demuth rücklings heraus, und setzte das Becken im Heiligen auf eine daselbst stehende niedrige güldne Säule, und gieng sodann hinaus in den Vorhof. Man brachte ihm nunmehro den Bock auf welchen des Herrn Looß gefallen, und welcher des Volkes Ssmdopfer war. Denselben schlachtete er, fastete ebenfals das Blut in ein Becken, gieng damit in das Allerheiligste, und sprengte einmahl in die Höhe, und siebenmahl unterwärts, (wobey er eben so wie schon gedacht, zchlte,) ünd versöhnte damit das Volk Israel. Alsdenn gieng er auch rücklings wieder heraus, und setzte das Becken auf die andere güldne Säule, die zu hem Ende im Heiligen stund. Nach diesen nahm er -das Becken mit dem Blutendes Farren, sprengte davon gegen den Vorhang, welcher zwischen dem Hei-