Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Fünf und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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' AU DXG ^Z Z9S wieder hervor, und betet nochmahls das RadisHgebet; und damit ist das MinchaZebet beschlossen. — An andern Tagen wird vor diesen letzten Air- -ifch noch dasjenige Gebet gesprochen, welches sich anfängt : „Wir wissen nicht, was wir rhün sollen rc. s. /)ben S. 219. Am Freykage aber nicht. — Fromme Juden haben in Gewohnheit vor dem Minchagebet, noch die Stelle aus den Büchern Mosis von den täglichen, Opfern, ingleichen, die, von der Zubereitung des Räüchwerks durchzulesen. Dieß wäre denn die ganze Vorschrift ihres Minchagebekes, die wir Hier so mikgekheilt haben, wie sie auch für andere Tage der Woche gehöret, an welchen keine Sabbaths Vorbereitung anzustellen, wie an diesem Freyrag — Nur eins müssen wir hier noch bemerken. — Nemlich, es kann sich zutragen, daß ein Jude in etwas zu spät in die Synagoge kommt, so daß er von dem Minchagebet schon eins, oder mehrere Stücke versäumet hat. l lud in diesem Fall leidet es eine kleineVeränderung. Kommt er also, wenn z. E. das halbe Kadisch schon vorbey, so sagt er nunmehr nur den ersten Vers davon, und setzt alsdann folgendes Stück aus dem Talmud hinzu, m it der Eingangs-Formel: «Dieses sage ich an statt -es halben Kadisch."vrM *)Tanje, d. i. Es isteine , . gewis- *) Wir haben diesen eignen Ausdruck ihrer Sprache mit FI iß hier vvrangesetzet, weil er es anzei- , get was sie dieser Crzchlung für ein großes Gewicht beylegen. Die jüdischen Lehrer brauchen dieses Wort so wie auch noch zwey andere, gleiches Ursprungs und Bedeutung, nemlich