Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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zko LK , auf der See war, katn ein großer Wind, schlug, ihm den Huth ab, warf denselben ins Meer; und alsbald verschlang ihn ein großer Fisch, zusammv der kostbaren Hukhichnure; Was geschah? Kurz, darauf ward dieser Fisch gefangen, und zu Markte gebracht. Eine Menge Leute handelten um den fDneri großen Fisch, aber allen war fr zu theuer, und alle wurden durch den hohen Preiß desselben abgeschröcket. Endlich kommt Herr Joseph, freuet sich zur Ehre des Sahbaths ein solch schönes Stück zu finden, und kauft den theuren Fisch ohne Bedenken. Als er ihn nun nach Hause gebracht und' aufgeschnitten, fand er die kostbare Huthschnur darinnen, wodurch die Weissagung der Sternseher erfüllet ward. Er freuete sich hierüber ungemein , und ward sehr reich. Denn es soll diese Schnur so viel als ein Königreich, werth gewesen feyn." — Schstdk führet in seinem jüdischen Merkwürdigkeiten im 6ten Buche des 2ten Theils, Cap.?4. S. 28 z. eben diese Geschichte an und setzt noch hinzu: „Welchen frommen Juden sollte, wohl diese große Belohnung nicht auch zum theuersten Fischkauf bewegen, und antreiben? Allein,' unsere Frankfurter Juden, fahret dieser Schriftsteller fort, scheinen entweder gar zu kleingläubig zu seyn, oder vermüthen sich solcher köstlichen Huthfchnuren nicht mehr in den Fischen, so bey uns zu Markte gebracht werden. Denn, wenn zu Zei-' ten, sonderlich zur Fastenzeit die Fische rar, und hoch im Preiße sind, so machen die Judenvorsteher die Verordnung, daß nicht aller Juden des