Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Ein und zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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?r6 M GXO mehr erzehlet, und unter andern fast einstimmig behauptet, daß dieser , und Abrahams Knecht, Elieser, emerley Person gewesen, und daß er um Abrahams seines Herrn willen, zu der Würde eines Königes erhobey worden. Welches wir aber hier nicht weikläuftiger erzehlen wollen. Es mag dieses voriHo zu einer kleinen Ergötzung unserer Leser genug seyn. Wir wurden zu dieser Ausschweifung durch die Nachricht verleitet, die wir von der Gewohnheit der Juden zu geben hatten, Hey Anblick solcher Oerter, an welchen Gott ehemähls große Wunder zum Vortheil ihres ganzen Volks gethan, auch ein besonderes Dankgebet zu verrichten. Anitzo müssen wir zu denjenigen Vorschriften fortgehen, die noch andere Werter, und zwar solche betreffen, wo nur einzelnen Stimmen, oder einzelnen Personen ihres Volkes zu Gute, Wunder geschehen find. Vey diesen hat her Jude nicht nöthig einen Segen zu sprechen, außer, wo es Personen Kon besonders Range gewesen. Zum Exempel: Er käme an die Löwengrube , in welche Daniel geworfen worden; oder er bekäme den Oftnzu sehen, worein der König zu Babel die drey frommen Männer werfen ließ; Alsdenn spricht er bey einem solchen Anblicke; „Gelobet seyst du rc. der du um des Gerechten willen an diesem Orte ein Wunderzeichen gethan hast " Wenn er das Denkmahl von Loths Weib sehen sollte, so muß er einen doppelten Segen sprechen; wegen des Wei-