Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 307 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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hineingetunket, und gegessen werden muß. Hier« mit fallt der Segensspruch weg, weil das gesegnete Brod hiNeingekauchek ist. — Wo aber Wein über Tische-getrunken wird, so muß, nach aller lle- Übereinstimmung, der Segen über denselben insbesondere gesprochen werden; denn sie sagen, ob der Wein gleich mit zur Mahlzeit gehöre, so sey doch derselbe ein so vorzüglich, .edles und köstliches Getränke, daß es sich wohl gezieme, Gott absonderlich dafür zu danken. — Daher nimmt denn der Herr des Hauses, oder der Vornehmste an der Tafel, das Glaß mit Wein in die Hand, und spricht laut : Sowre Rabbmrsfei, *)d. i. „dünket es euch gut zu seM, meine N 2 Her- *) Leser, welche der Rabl'injschen und Hebr. Sprache kundig, werden in des Luxrorfs großen rabbin. Lexico unter dem Worte 122, welches eigentlich heißt, meinen, -afürhalten: einm aydern Ausdrucks finden, als wir oben gebraucht haben. Er schreibt dieses jüdische Complimcnt also: ^^2^ und führt verschiedene Erklärungen dieser Worte an; gedenkt auch einer Veränderung dieser Anrede am Sabbath, und am Paschafeste, da man spricht: 'N12N1 davon wir zu seiner Fest reden werden. Hier müssen wir nur erinnern, daß beyde Ausdrücke, wie sie Buxtorf anführet, gleichsam honerabler, und nur auf Gelehrte unter ihnen eigentlichen anzuwenden; daher sich die Juden insgemein unter sich dieser Ausdrücke nicht bedienen; wohl aber desjenigen, den wir oben angegeben haben. Wie werden zu einet andern Zeit, vielleicht, mehr hiervon sagen können.