Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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LS »XO LS zo» andern, wenn man zuvor die Zahne von dem Neigereiniget, einen Bissen Brod gegessen, und ein wenig getrunken, den Mund damit ju.säubern.^i Vey dem Genuß der.Speisen sind die Jüdischen Lehrer ihr Volkzugleichzur Wohlthätigkeit anzumahnen bemühet gewesen. Das Buch Whlll-> Gchiomo erniahnet einen jeden, denen Armen von feinem Tische etwas reichen zu laßen» Denn es heißet daselbst: »Da der Mch ein , Bild -des Altars sey, so wäre es billig, daß man davon einen Theil Llgboha, d. si dem Hohen (Gott) gebe." Bodenfchatz führet, davon im zweyten Theile S. 82. folgendes an: „Die Juden, sagt er, dürfen Hey dem Tisch, jder Armen nicht vergessen, weil es Esaias;8, 7. heißet: Brich deM Hungrigen dein Brod: lind der Talmud, Track. Herachokh, Fol. 5 4. lehret : Wer so lange bey Tische Met, bis er Arme erwarte, denen er noch etwas mittheilen könne, der werde Leben und Glück haben. Deswegen bleiben auch fromme Juden lange bey Tische Men , damit fein viele Arme kommeyj mögen, denen sie zu essen geben können. Das Buch Reschtk Lhochma, schreibet hiervon S- 206. „daß, wenn jemand die Armen von seinem Tische speise, seine Seele gesätiget werde von dem höchsten Lichte; weil es Jes.;8,io. heiße: «So du wirst dem Hungrigen finden lassen dein Herz, und die elende Seele sättigen; so wird dein Licht aufgehen m Finsterniß, und dein Dunkel wird seyn wie der Mittag:,»