Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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246 LA OXO LA Einige genannt. Von diesem Gesänge heißt es in ihren Gebetbüchern: „Er solle langsam, und mit Anmuth hergesaget werden, denn deswegen heißet er SHir Hajichud, d. i. der Einige oder sonderbare Gesang, ingl. der Ehrengesang. Wohl denen, welche diesen in Acht nehmen; ihr Lohn wird sehr groß, seyn," Dieser Gesayge sind 7, auf jeden Tag der Wochen ein besonderer. Weil wir aber hier die Gebete nicht häufen wollen, so verspüren wir ihre Ueberseßung bis zu gelegnerer Zeit. ' / " Es nimmt also her. Jude hier seinen Gebetfchmuck wieder ab, und zwar, löset er erstlich den Riemen an der Hand auf; alsdenn nimmt er die Denkriemen vom Kopf, und zwar mit der linken Hand, weil er dadurch den Schein zu vermeiden glaubt, als obste.ihm zur Last gewesen, und er sie gern recht geschwind los werden möchte, weil man gemeiniglich mit der rechten Hand geschwinder als mit der linken, etwas zu verrichten pfleget. Der Tr. Orach Lhnjim giebt §. 28. zur Ursache, warum man den Denkriemen des Haupts zuerst abnehmen müsse,, dieses an: weil in der heiligen Schrift geschrieben stünde: Sie sollen seyn, 7NVI2I2^ Totüvos, d. i. Gtirnbandev zwi« fchen deinen Augen: llnd schließt daraus, nach Art der jüdischen Subtilität, also: weil das Wort, Stirnband, in der mehrern Zahl stehe, so müsse man so lange der Obere Denkriemen noch zwischen den Augen wäre, alle beyde an sich haben. Er erinnert