Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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aro EX» LL einigen andern Formeln,die wir aber übergehen,weil sie von keiner Erheblichkeit sind. Ist ein Jude entschlossen, den folgenden Tag zu fasten, spricht er itzt diese Formel: „Herr der Welt; Vor dir ge- „lobe ich itzt auf morgen eine Fasten an. Nimm „mich doch »nein Gott und meiner Väter Gott, „mit Liebe und Mohlgefälligkeit nach deinen gnädigen Willen an! Mein Gebet müsse vor dich „kommen! Erhöre mein anhaltendes Flehen, und „heile mich nach deinen grossen ErbarMungen. „Du erhörest das Gebet eines jeden LNundcs." Am Fasttage selbst sagt er hier diesen merkwürdigen Spruch: „Herr der Welt! man weis, „daß ein Sünder, der ehedem, als der Tempel noch „stund, ein Opf r darbrachte, dir doch von dem „Opfer nichts heiligte, als das Zett und Blut; „und du vergäbest aus grosserErbarmung. Itzt liegt „die Wohnung unseres Tempels zerstöret, um „unserer Ungerechtigkeit willen: Wir haben kei- „nen Tempel und keinen Priester, der uns «verdrisch beißt es: „Wer dieses Gebet täglich mit „grosser Andacht spricht, wird gewürdiget das „Angesicht der Schechina, d i. majestätischen Ge- „gcnwart Gottes zu srbanen " Im Schnlchan Aruch,!r. Orach Cbajt», S. ar. §. rar. wird dies« Versicherung auch erlheilt.