Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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-.6 LS-ONO LS Den biblischen Beweis für diese Gebetstracht nehmen die Lehrer aus 4 B. Mose i;, z8, und 5. B. Mose 22, 12; die erste Stelle verordnet himmelblaue Fäden; Allein, Die Juden nehmen in unfern Zeiten ganz weisse Fäden, die aus der schönsten meisten Wolle gesponnen und gezwirnet werden, wie wir schon gesagt haben. Itzt leget der Jude diesen Betschmuck in der Synagoge an. Zuerst nimmt er den Deckmantel üus dem Beutel; er untersucht die Denkfaden, und stehet, ob an einem jeden die acht Fäden, aus denen er bestehet, noch unverletzt, und die fünf Dnöpfe oder Bnoten, richtig sind. Wenn ein Faden abgerissen wäre, aber doch so, daß man Mit dem übrigen Stücke noch den grossen Finger umwickeln kann, so gehet er noch an, und ist tüchtig, wahrend der Untersuchung spricht der Jude: „Meine Seele lobe den Herrn! „Jehovah, mein Gott, sehr groß bist du! Mit ,,Herrlichkeit und Schmuck bist du bekleidet! „du kleidest dich mit Licht, wie mit einem Ge- „wand, und dem Himmel breitest du aus wie ei- ,»ne Tapete!" Ehe er noch diese Tracht selbst anleget, fahret er fort: „Im Flamen des Einigen, Heiligen,