Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Achtes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ger breit, darf er es nicht wieder zusammen nä? hen. Reistet dem Juden am Gabbath nnbermuthet ein Denkfaden vom Kleide ab, so soll er dasselbe ausziehen, weil cs nun überflüssig ist, und er am Gabbath nichts dergleichen an sich tragen darf. Abgerissene Denkfaden kann er wegwerfen; doch ist es besser, wenn sie aufgehoben werden, und die Lehrer verheißen grosse Belohnungen vor diese Sorgfalt; nur müssen die Oenkfäden nicht etwan zu einem andern Gebrauche angewandt werden. In der Nacht darf er keine Denkfaden an sich tragen: denn es heisse, ihr sollt ffeansehen. Es ist ihm erlaubt/ mit Denkfaden auf einen Gottesacker zu gehen; doch muß er sie verdecken, und nicht etwa» auf den Gräbern herumschleifen; er würde sonst den Armen, d. i. den Tobten, spotten. Das Schülchan Aruch, und andere Bücher, enthalten sonst noch viele Gebräuche, die wir ganz verschweigen/weil sie nicht mehr üblich sind.. Uebrigens geben die Juden vor, schon die Erzvater, ja Adam selbst, hätten dieses Gebot beobach, tet; und R. Menahem von Rekanath sagt in der Auslegung der fünf Bücher Mose S. zz: (über die Worte : Und Rain redete mit seinem Bruder Abel,) Einige Kabbalisten behaupten, Kain