Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Siebendes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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dere Kleider gelegt wird, und muß daher nicht verwirret werden mit dem kleinen Tallis oder Arbe Lanphos, von welchem wir oben gehandelt S. 19, ff. an welchem auch Denkfaden sind, der aber unmittelbar auf dem Hemde getragen, und zumahl bey den deutschen Juden, wie ein kleiner Brustlatz, von den übrigen Kleidungsstücken bedecket wird. Gemeiniglich nimmt man zu diesem Vetmantel wolle von Schafen oder Lämmern, die ohne Tadel sind. Ein Jude muß sie geschoren, und eine Jüdin gesponnen und zubereitet haben. Ge-- stohlne, oder von eine»« Christen erkaufte wolle darf schlechterdings nicht darzu genommen werden. Jedoch erlauben die Lehrer dem Juden, einen Deckmantel mit Denkfäden von einem christlichen Laufmann zu erhandeln, wofern er nur denselben von einem Israeliten erkauft zu haben vorgiebk: Ware aber der Christ kein Kaufmann, soll ihm der Jude herinnen nicht trauen; der Deckmantel sey alsdenn ^102 possul, d. i. untüchtig und profan. Die Portugiesen pflegen zu ihrer» Deckmantel weissen Tasstnt zu nehmen, und überhaupt bedienen sich hier die wohlhabenden Juden statt der Wolle weißer seidener Zeuge.