Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Siebendes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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HS OXO HS rc>7 „das Speißopfer Juda und Jerusalem wird dem „Herrn angenehm seyn, wie vorhin, und vor langen Jahren.« Weil nun die Juden itzt keine eigenen Städte bewohnen, sondern unter andern Völkern Herbergen, und ihre Eeremonien darnach einschränken müssen; so ist hier die Zeit, wo sie ihren Betschmuck anlegen, worauf der Vorsänger das Gebet Boruch Scheomcr anhebt. Ehe wir aber zn denselben und zu andern Formeln fortgehen, müssen wir diese Gebetstracht selbst genau beschreiben. - Der BetfchmuiF, welcher in der Synagoge erfordert wird, besteht aus zwey Stücken, nehmlich aus den Tallis godel, d. i. Deckmantel, und aus denen Tphillim, d. i. Denkriemen. Der Deckmantel, oder Tallis godelist ein groß weiß viereckige Tuch, fast einem Tischtuche gleich, und so groß, daß er den halben Rücken bedeckt, und man die vier Ecken, wemrer auf den Kopf gelegt ist, in die Arme fassen kann. Man muß an demselben viererley unterscheiden, den Mantel, die Rrone oder das Kopfstück, die Läppchen, und die Denkfaden. Der Mantel selbst, oder der grosse Tallis, ist ein Betschmuck, welcher zu oberst, über alle andere