Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Fünftes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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78 HL EXS HL Von der Nichtigkeit des jüdischen Gebets heißt es ferner im Gohar: „Alle Wörter, Buchstaben, und kleinste Punkte der Ge« „bete sind gezählet, und ein jedwedes dieser „Stücke enthalt besondere Geheimnisse; Vor- „nämlich aber gilt dieses von dem vereinigtem „Gebete dev ganzen Gemeinde; dieSyna- »,-goge ist der kleine Tempel, und die Gebete „ersetzen die Opfer.,, Wenn der Israelit diese Gebete in ihrer Ordnung andächtig verrichtet, so setzen ihn die Lehrer in der Achtung die er bey Gott hat, über die Engel. Nnterlässet er aber die Pflichten der Andacht, so machen j die Teufel aus seinem Gebet eine Lrone vor Sammael, und dann kömmt er in die Gewalt dieses Fürsten der Finsterniß, wie wir bereits erwähnt haben. In der Synagoge nun legt der Jude seine Hand zuerst auf das Herz, ein Gebrauch, von welchem der talm. Tr. Gchabbath sagt : „R. Ammi lehret, Niemandes Gebet werde er- „höret, der nicht zuvor seinen Leib in seine „Hände gethan.,, Den Beweis für diesen Saß nehmen die Lehrer aus Alagl. z, 41, welche Stelle sie so erklären: wir wollen unsre Herzen aufheben zu unser» Händen. Auch Le-