Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Fünftes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Hat nun der Jude die schule betreten, so soll er nicht sogleich anfangen zu beten, sondern zuförderst bedenken, was beten heißt, und daß er mit einem Herrn reden will, welcher bis ins Herz schauet, damit er crhörlich bete. Wenn er sich durch eine solche Verfassung zur Andacht ermuntert hat, so darf er einen grossen Lohn erwarten. Im talm. Tr. Berachoth wird erzählet: „Als R. Elieser krank „war, fragten ihn seine Schüler: Rabbi, wel- „ches ist der weg zum ewigen Leben? Er „antwortete ihnen: bedenket allemal, vor „wem ihr fkehet, ehe ihr euer Gebet ver- „richtet, so kommet ihr Ln das ewige Lerchen.,, Ja, das Lehillath Schlomo sagt S. 2, Col. z : „Es ist unmöglich, die große „Hoheit des Gebets der Israeliten ganz zu „beschreiben. Denn alle Welten, und ganz „Israel, hangen von unserm Geber ab, „und könnten sonst nicht bestehen.,, (Dieser Gedanke ist wahr: Nur muß man die Anwendung nicht auf das Gebet des verdorbenen Theils von Israel, oder auf das menschliche Geschlecht allein, machen wollen.) „Ja, viel tausend En-» „gel haben das Amt, Israels Gebet anzunehmen.,, Von