Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Zweytes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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3» fernen uns desto geschwinder von jenen Gedanken, und merken nur noch an, daß die Satzungen dem Juden eine unglaublich übertriebene Reinigkeit gebieten: Sie erlauben ihm nicht einmahl, sein Gebet in einem Zimmer zu verrichten, wo ein Nachttopf befindlich ist, es wäre denn, daß der2 selbe zuvor wohl gereiniget, und mit klarem Wasser angefüllet worden wäre. Wenn der Jude seine Nothdurft verrichtet hat, so muß er unverzüglich die Hände waschen, wie wir schon oben erinnert haben; und nun spricht er das obgedachte Gebet: Den du den Menschen mit Weisheit geschaffen rc. s. S. 14; „Und dieses darum, (sagen die jüdischen Lehrer,) „weil der Mensch einem Schlauche gleichet, „der mit winde angefüllet iss: Sticht man „in einen Schlauch voll Wind nur mit einer Nadelspitze, so gehet aller Wind heraus; nun ist der „Mensch voller Löcher, und behalt doch „wind in sich; das iff ein grosses wun- „der!" Diese und andere ekelhafte Ursachen bemerket das Gchülchan Aruch im Tr. Orach Chajim, S. 4. Der Jude ist auch verbunden, sich der Mildthätigkeit im Allmossn zu befleißigen, ehe er ins N'2