Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Erster Band (1768)
- Issue
- Erstes Stück (1768)
- Date
- 1768-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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LS OXO LS -5 ken noch, daß diese Formel auch nach verrichteter Nothdurft gesprochen wird. - Einige pflegen diesen Segensspruch über das Händewaschen erst alsdenn zu thun, wenn sie in die Synagoge kommen, wo sie denselben mit andern Segenssprüchen verbinden. Hier verr bieten aber die Lehrer die Verdoppelung: wer den Segen bereits zu Hause gesprochen, der soll ihn in der Synagoge nicht wiederholen: und wenn er im Gesetze zu studiren pstegt, ehe er in die Synagoge geht, so ist er verbunden, den Segen zu Hause zu sprechen. Dem Gemeindeboten *) ist erlaubt, den Segensspruch zu Hause zu thun, und ihn alsdenn auch noch in der Synagoge mit lauter Stimme herzusagen, damit die Gemeinde hierdurch von ihrer Schuldigkeit losgezählet werde. Wofern kein Neuster zu haben ist, dessen sich der Jude zum Waschen der Hände bedienen könnte, so reibet er dieselben an Erdschollen, oder er reibet sie mit Staube und andern Dingen, die darzu tüchtig sind, und spricht alsdenn die Segensformel so: „Der du uns anbefohlen hast, die „Hände *) Cr wird ssN Chasan geiiennet, und ist eigentlich der Vorsänger.