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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1885-01-01 · 1 (1885) · p. Seite 149

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
12 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 149 (sequence 153)
Language
German
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Recension. 149 nämlich R. Aaron, der in dem von seinem Vaterbruder und Schwiegervater, dem rühmlichst bekannten Vorsteher und Mäcen R. Juda Berlin (Jost Liebmann) begründeten Bet- Hammidrasch als Lehrer zugleich mit seinem Schwager, dem späteren Rabbiner Michel Chassid, fungirte. Im Jahre 1697 zum Rabbiner über die Mark und Pommern bestallt, konnte er den bereits altersschwachen Rabbiner R. Schemaja in der Heimat vertreten, bis er 1709 nach erfolgtem Tode des R. Schemaja auch zum eigentlichen Rabbiner der ganzen Alt- Mittel- und Neumark, mit dem Wohnsitze in Berlin, ernannt wurde. Doch die bekannten Mißhelligkeitt.1, welche sich an den Namen seiner Schwiegermutter Ester, die Liebmannin, knüpfen, ließen ihn nicht zur Ruhe kommen, daher er Berlin verließ und das Rabbinat in Frankfurt a. O. übernahm, wo er1722 ׳ starb. Von seinen vielen הסכמות, mit denen die Literaturwerke jener Zeit versehen sind, haben die zu den Schriften des Nechemja Chajun großes Aergerniß hervorgerufen, indem damit die-Umtriebe dieses sabbatianischen Apostels gleichsam sankt ionirt wurden. Hier, wie auch zur Seite 15, hätten wir gewünscht, daß der Vers, sich nicht zu streng an seine specielle Aufgabe gehalten, und auf Grund der ihm zu Gebote stehenden Quellen den traurigen Einfluß geschildert hätte, welchen diese Bewegung auch in Berlin hervorgerufen hatte. Derselbe ergiebt sich ohne Zweifel schon aus der eigenartigen Litteratur, welche unter R. Schemaja, allerdings noch mehr unter seinem Schwager und Nachfolger R. Michel Chassid — dieser mußte seine schwärmerische Richtung mit der Taufe seines eigenen Sohnes büßen — in Berlin an Tageslicht trat. Nur niit einem kleinen-, aber bedeutungsvollen Beitrag hierzu hat Verf. S. 13 begonnen. Auch für andere religiöse Bewegungen, so zur Zeit Mendelsohns, sind die S. 86 u. 120 gegebenen Hinweise sehr schätzenswerth, aber nicht genügend. L. möge fortfahren, die Folgen jener Verirrung in Berlin selbst zur näheren Darstellung zu bringen. — Durch königliche Verordnung vom 17. Mai 1714 wurde R. Michel Chassid als

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