Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 12 (1885)
- Issue
- 1 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2572068-2572087-2572088--2298-2576848- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Malbim 1× ep/1002711
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
72 Hermann Deutsch. noch eine andere nach größer« und kleinern Sidroth und Paraschen gekannt zn haben * * * 4 * 6)- So z. B. wird im babyl. Talmud Joma 71a. ein Spruchvers citirt, in. welckem die Worte o״n nvm vorkoinmen, und für diese eine Erklärung versucht. Unmittelbar baraitf erläutert der Talmud einen andern Spruch (6. VIII,4), wiewohl derselbe mit dem früher angeführten in gar keiner inhaltlichen Beziehung steht, blos aus dem Grunde, weil, wie Nascht erklärt, die beiden Sprüche in einer Parascha gestanden^). — Von der Anzahl der Verse, in welche das Buch zerfällt und worin die Angaben einer ältern und jünger« Ueberlieferung der Rabbinen auseinandergehen, ist bereits oben (S. 23) die Rede gewesen. Es wäre müßig, in eine Untersuchung zur Feststellung des Alters jener Ueberlieferungen sich gtt ergehen, da damit zur Klarlegung des jetzigen Umfanges des Buches im Verhältniß zu jenem behaupteten von 800 Sprüchen Inhalts nichts ge- Wonnen wäre. Daß das Verhältniß der Verse und ihre Aufeinanderfolge im Texte der Rabbinen nicht immer unserem masioretischen gleich war, ergiebt sich ans mehreren Stellen im Talmud und Midrasch: nach einer Anführung scheint es, als ob die Rabbinen die Ueberschriften der beiden Kapitel recht will Malbim diese Dreitheilung in dem Ausdruck 22,20) שלשום) angedeutet finden; s. die Ausführung im exeg. Th. z. St. und vgl. über den angef. Midrasch im Allgemeinen Zunz, G. V. S. 284 Anm. e. 4) Die Handschriften erhalten noch Spuren einer solchen Cintheilung in Paraschot, welche, theils durch Zwischenräume innerhalb der Zeile (סתומות), theils durch Zcilcnabsätze (liininv) bezeichnet waren (Delitzsch, Comm. S. 315). Erhalten hat sich uns nur die traditionelle Angabe über die Zahl der Paraschen im Pentateuch und der Kapitel in den Psalmen (Jer. Sabbat Abschn. 16, Tractat Soferim 16,11. Midr. zu Ps. 104), wiewohl es sicherlich eine solche Eintheilung zu allen Büchern der heil. Schrift gegeben hat, wie ja auch die Sabbat-Lectionen (Haftarot) beweisen (s. Sabb. 116b u. 240 in Raschi und Toßafot; Kiduschin 30a U. vgl. Strack, xrolkA. orit. inV. T. p. 78.) 6) Die angeführte Stelle ist daselbst genau nachzusehen. In unserer Ausführung sind wir der Auffassung des R. Samuel Straschon in seinen Glossen z. Talmud, die mit der des Verfassers des שיח יצוזק übereinstimmt, gefolgt, wonach der Talmud mit seinem ersten Citat auf