Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1893-01-01 · 1 (1893) · p. Seite 236

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
20 (1893)
Issue
1 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 236 (sequence 239)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2572068-2572104-2572105--4816-2576758
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

236 Die Karalten and die Grammatik; zur Richtigstellung der Frage. Ein letztes Wort von M• Steinschneider. Herr Harkavy (Mag. XX, 149) hat meiner sachlichen Erörterung einen persönlichen Anstrich gegeben, worin ich ihm nicht folgen werde; seine Schlussbemerkung mag dafür einen psychologischen Schlüssel bieten; die Grundläge derselben zu prüfen, überlasse ich den Lesern. In der Unterschiebung einer historischen Ansicht lag für mich gewiss nichts Beleidigendes. Alles das darf mich nicht abhalten, die Sache selbst richtig zu stellen. Herr Harkavy hat in seinen Studien die Frage sehr scharf präcisirt: es handle sich darum, ob die grammatischen Studien von den Karaiten herrühren; dafür erkläre sich Pinsker nach Jost, Geiger, Munk u. mir, welche Alle die Karäer als unzweifelhafte Urheber der Grammatik (unter den Juden) ansehen. Seine Worte sind: ממציאי מלאכת הדקדוק, oder wie H. Harkavy sich auszudrücken beliebt (S. 150): Die] Karäer seien die ״Ursachen“ der grammatischen Studien. Meine Aufforderung, dies zu belegen, meint Herr Harkavy, war ״leicht“ zu erledigen, indem er zwei Stellen hervorhebt, worin ich von einem unleugbaren Einfluss der Karäer auf die grammatischen Studien spreche, welchen er nunmehr ״durchaus“ leugnet! Für ihn sind also noch jetzt Priorität und Einfluss überhaupt identisch! Wenn ich von den Fälschungen der ״Karäer“ spreche, so substituirt er Fälschungen Firkowitsch’s, welche mit jener Ansicht vom karäischen Einflüsse ״durbhaus nichts zu schaffen haben.“ Ich meine aber natürlich Fälschuugen älterer Karäer, wie die Einschiebung ihrer Grammatiker in Ibn Esra’s Meosnajim, die ich schon im Leydener Catalog (1857) nachgewiesen habe; abgesehen von Fictionen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.