Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
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81 existiert haben sollten. Wir erinnern nur an die erste Miechna in B. kamma, deren hohes Alfer schon der seltene Ausdruck הטבעה verbürgt י an die kurzen, den Parömien gleichen, Sätzen in B. kammal, 2—3, an die Halachot אין מגדלין תרנגולים בירושלים (B. k. 7, 7), die den Bestand des Tempels voraussetzen; Mischna B. k. 9, 11 —12, die zwar dem Midrasch entnommen, aber doch höchst wahrscheinlich schon in früherer Zeit mischnisch gestaltet war und den Bestand des Tempels voraussetzt; die n«^w-Gesetze B. m. 4, 8, die bereits R. Tarphon zu Lydda anwendet; die Gesetze von אבק רבית, die bereits zu Hill eis Zeiten angeordnet waren (B. m. 5, 9); die alten nptn-Gesetze (B. b. 8, 1), über deren Erklärung bereits ß. Ismael und R. Akiba controversieren; die Gesetze in B. b. 4, 2 und 9. wo die Zusätze von R. Akiba das hohe Alter der Vorlage bezeugen; die midraschartigen Erbgesetze (B. b. 8, 2f.); Mischna B. b. 9. 7, wo durch das אנזרו des R. Josua das hohe Alter der Halacha bezeugt wird (vgl. auch Tosefta 10, 12); Tosefta B. k. 6, 15, wo darüber entschieden wird, in welchem Falle eine Zisterne den babylonischen Wallfahrern gehört; Tos B. k. 10, 27, wo die תקנת יהושע erwähnt wird , ebenso Tos. B. m 2, 28 und 11, 8; Tos. B. m. 6, 34, wo von den Marktaufsehern zu Jerusalem berichtet wird. Angesichte so vieler alter Halachot ist ea gewagt anzunehmen, die Halachot der Nesikin seien vor R. Akiba nicht mischnisch geordnet gewesen. Das seltene Vorkommen von ב״ש und ב״ה in Nesikin kann vielleicht darin seinen Grund haben, dass die Controversen dieser Schulen vorzüglich in der erschwerenden Richtung der ב״ש und in den Erleichterungen der ב״ה ihren Grund hatten, während bei דיני ממונות jedesmal was für den Einen erleichternd, fhr den Andern erschwerend ist. Im Einzelnen seien noch folgendeBemerkungeu zum vorliegenden Werke verzeichnet: Zu I, 61. Ueber die Mischna Ende Berachot vgl. Banet im ״Magazin“ 1S82 S. 73 ff. Zu I, 93. Die Annahme, dass R Juda b. Batyra zu den בני בתירא der Zeit Ilillels gehörte, ist kaum statthaft Zu II, 11 Zeile 6: ״Unser leichtes Gespräch u. 8. w.“ ist eine unrichtige Uebersetzung, (wohl nur aus dem Gedächtnisse falsch citiert . Zu II, 14 Z. 2. ״Die geuauuten Quellen schreiben den Schülern Schammai’s und Hilles die Schuld zu.“ Man vgl. eine Kritik der betreffenden Stelle in ״Die erste Mischna“ S. 46 ff. II, Seite 28 befinden eich Flüchtigkeitsfehler: Zeile 2—3 muss lauten: ,,Wenn alle Garben des Feldes je einen Kab, eine Garbe aber vier Kab beträgt, und man hat letztere vergessen.“ — Zeile 9 muss lauten: Betreffs der Anfänge der Reihen entscheidet die gegenüberliegende Garbe.“ Zu II, 31. Der Satz der Tosefta Sabbat 17, 6, dass die Be־ sebeidenheit deß R. Secharja b. Abk. den Tempel verbrannt hat, bezieht sieh nicht auf die Mischna 21, 3, sondern, wie Gittin 56 a deutlich zeigt, auf ein ganz anderes Ereigniss. Zu II, 70 ff Zur Erklärung der Mischna wird hier stets die Mechilta des R. Ismael herangezogen. Die Mechilta des R. Simon b. Jochai, die aus der Schule R. Akiba18 stammt, bleibt unberück-