Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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10 zwischen Ibn Ganäch und Ibn Esra, von der sich ihm ein genauer Einblick in diese Uebergangsperiode eröffnet, sondern auch eine schätzenswerte Quelle zur Ergänzung und Controlierung der philologischen Geschichte der vorhergehenden Zeit. Diese Motive vor allem veranlassten uns vor kurzem, eine vollständige und kritische Ausgabe der lexicalischen Monographien dieses Autors zu unternehmen16), wobei unser Bestreben war, durch fortlaufende Vergleichungen zwischen den Worten und Ansichten Ibn Bal‘äms und denen seiner Vorgänger, besonders seines eigentlichen Meisters Ibn Ganäch17), die zwischen ihnen bestehenden Beziehungen klar zu legen und somit die Werke des ersteren selbst ins Licht der Geschichte der Sprachwissenschaft des 11. Jahrhunderts zu rücken. Bei Erwägung eben derselben Momente erschien es uns aber zweckmässig und durch das uns zur Verfügung stehende Material auch möglich, gleichzeitig mit der genannten Edition in einer besonderen Abhandlung das Leben und die Werke unseres Autors, wie dessen Stellung in der Geschichte der hebräischen Sprach- Wissenschaft näher zu untersuchen. Da wir von einer zusammenfassenden und erschöpfenden Arbeit über die Bedeutung Ibn Bal4äms als Grammatiker und Exeget aus verschiedenen Gründen vorläufig absehen müssen und wir ausserdem zu wenig eigentliche bio- 16) S. HachÖkSr I, S. 113 ff. 17) Dass dieses Verfahren kein unfruchtbares sei, zeigte uns gleich beim Beginne der Bearbeitung der ersten Monographie Ibn Bal‘äms, des ״Partikelbuches“, die durch genaue Vergleichungen mit dem von Neuhauer edierten Wurzelbuche Ibn Ganächs gewonneDe Thatsache, dass in einer dieser Edition zu Grunde liegenden (OxfOrder) Handschrift eine beträchtliche Anzahl von Stellen aus den Werken Ibn Bal‘äms nicht nur in Form von Randglossen, sondern auch selbst in den Text des Wurzelbuches hineingedrungen sind; vgl. Hachöker S. 121-124 und weiter unten (Abschnitt II, 2 Anfang).