Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 20 (1893)
- Issue
- 1 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Stadien über Abu Zakarijä Jaehjä (R. Jehada) Ibn K£al9ä,m. Von Dr. Salomon Fachs• Einleitung. Mit dem Anfang des 11. Jahrhunderts beginnt eine Glanzperiode in der Geschichte der hebräischen Sprach- Wissenschaft. Die hebräische Grammatik und Lexicographie, in deren Erschliessung und Bearbeitung bereits im 10. Jahrhundert rabbanitische und karäische Gelehrte mit einander ge wetteifert hatten, der aber noch immer eine feste, streng wissenschaftliche Grundlage fehlte, gelangte nun zur höchsten Blüte und zur vollkommenen Entwickelung. Abu Zakarijä Jaehjä (E. Jehuda) Chajjüg fiel die ehrenvolle Rolle zu, diese neue Epoche zu eröffnen. Durch seine Entdeckung und consequente Durchführung des Grundsatzes der Triliteralität der hebräischen Wurzeln und durch die Erläuterung der schwachlautigen und doppellautigen Verba legte er den Grund zu einer soliden, für die kommenden Geschlechter massgebenden Grammatik1). Dieses neu begründete System stiess in seinem wesentlichen Inhalte auf keinen bedeutenden Widerspruch2), obwohl es mit einem ג) Ueber Chajjüg schrieben in letzterer Zeit: Wilhelm Bacher, Die grammatische Terminologie des Jehuda b. David Oh. (Wien 1882); Morris Jastrow, Abu Zakarijjä Jaehjä b. Dawüd Ch. u. seine 2 grammat. Schriften (Giessen 1885), und Bernard Drachman, Die Stellung des Jeh. Ch. in der Geschichte d. hebr. Grammatik (Breslau 1885). — Wir können bei dieser Gelegenheit unser Bedauern nicht unterdrücken, dass die von Jastrow (ibid. S. 22 Anm. 6) versprochene Edition des von ihm (S. 15) nach Gebühr gewürdigten arabischen Originals der beiden Hauptwerke Chajjügs unseres Wissens noch nicht erfolgt ist. 2) Die einzige, aber auch, nur partielle Ausnahme bildet hierin, soweit wir nach sicheren Quellen hierüber zu urteilen vermögen, — Magazin, Heft I. 1