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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 140

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 140 (sequence 142)
Language
German
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Einleitung. Als der Erste, der sich mit diesem wichtigen Zweige der Wissenschaft des Judentums, mit der Begründung der bibhschen Vorschriften nämlich, eingehend beschäftigte, ist unstreitig Maimonides (1135—1204) zu betrachten.1) Wohl haben sich Manche vor ihm, angeregt vom bekannten Aus- Spruch des R. Samlai (Makkoth 23 b): ״Sechs hundert und dreizehn Gesetze sind dem Moses offenbart worden“, der sehr schwierigen Aufgabe unterzogen, diese von R. Samlai angegebene Zahl der Gesetze im Pentateuch auch herauszufinden und aufzuzählen, weiter aber gingen sie nicht, sondern beschränkten sich auf dieses mechanische Aufzählen; in den Sinn derselben aber einzudringen, nach ihren Gründen zu suchen und nach der Ursache ihres Entstehens zu forsehen hat niemand unter diesen Aufzählern auch nur versucht. So R. Simon Kahira (in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts) in der Einleitung zu seinem Werke Halachoth Gedoloth 2) und die anderen Aufzähler der Gesetze, die ihm folgten und an ihn sich anlehnten,3) zu welchen auch die Verfasser der zum gottesdienstlichen Gebrauche damals üblich gewordenen ״Ermahnungen“ (Asharoth) gehören.4) 0 Dies ist bereits von dem durch grosse Belesenheit und gründliehe Forschung sich auszeichnenden Asulai (geb. 1726 od. 1727, gest. 1807) in seinem Schern ha-Gredolim II, Artikel טעמי מצות (ed. Ben-Jacob, Wilna, 1852 S. 57 b) constatirt worden. 2) In der Warschauer Ausgabe von 1874. S. 4f. 8) Das Verfahren dieser und der gleich zu erwähnenden Yerfasser der Asharoth unterzieht Maimonides in der Vorrede zu seinem Sepher ba־Mizwoth (ed. Warschau, 1883. S. 4a) einersehr strengen Kritik. 4) Die berühmtesten Asharoth zählt Rosin in seiner »Ein

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