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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 54

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 54 (sequence 56)
Language
German
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54 angeführt mit den Worten: Ich fand geschrieben, dass in der Thora, die nach Rom gefangen geführt wurde und in der Synagoge des Asverus verborgen und verwahrt war, והנד׳ טוב מות (statt מאד) gestanden hat. Epstein (a. a. 0.) meint, es sei dieser Codex ein von Titus erbeuteter gewesen, vgl. Josephus, jüd. Kr. VII, 5 und vita 75. Indessen da von drei Varianten ausdrücklich berichtet wird, dass sie in der ״Thora-Rolle des Rabbi Meir“ gestanden haben, so ist es wahrscheinlicher, dass dieser Codex während des Bar-Cochba-Krieges unter Hadrian aus Jerusalem nach Rom gebracht wurde. R. Meir war schon in seiner Jugend ein berühmter Thora-Schreiber (vgl. Erubin 13a), und es mag ein von ihm geschriebener Bibel-Codex in Jerusalem während des Krieges von den Römern erbeutet worden sein. Da nun dieser Codex später nach der Severus-Synagoge kam, so folgert Epstein mit Recht hieraus, dass ein Kaiser Namens Severus, wahrscheinlich Alexander Severus, den Juden gewogen war. Ihm zu Ehren mochte die Synagoge diesen Namen geführt haben, und dieser Kaiser mag den Juden den alten Thora-Codex für die ihm zu Ehren erbaute Synagoge gespendet haben. Allein wenn Epstein weiter hier eine Stütze für die Grätz’sche Ansicht finden will, dass Alexander Severus der talmudische Antoninua sei, so können wir dieser Ansicht nicht beistimmen. Im Gegentheil dürfte daraus, dass der Kaiser hier nicht, wie im Talmud, ״ Antoninus“, sondern ״Asverus“ genannt wird, zu schliesen sein, dass der talmudische Antoninus nicht mit Alexander Severus identificirt werden kann. Möglich, dass der Severus des Ber. rabbati Septimius Severus, also der Severus ist, der im Talmud als Sohn des Antoninus bezeichnet wird, der Tiberia zur Colonie machte (oben 26). Die Synagoge des Asverus wäre demnach in Tiberias gewesen, wofür noch der Grund spricht, dass die tiberiensischen Lehrer den Codex des R. Meir zu keimen scheinen, vgl. Jerusch. Taanit I, 1 (wonach das. in Jes. 21, 11 משא רומה stand) mit Hieronymus’ Commentar

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