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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 297

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 297 (sequence 300)
Language
German
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297 Zu Magazin Jg. XVIII S. 120 Anm. I. Dr. Bliith schreibt mir die Meinung zu, Joseph Kimchi habe seiner Grammatik den Titel ספר זברון gegeben, um sich damit gleichzeitig für die beim Citiren von Bibelstellen begangenen Gedächtnissfehler zu entschuldigen der Titel bildete etwa ein Buch, in welchem nach dem ״Gedäehtniss“ citirt wird. Er verwaist dafür auf S. XII meiner Einleitung zum ס׳ זברון. Aber dort heisst es bloss, nach Erwähnung der Thatsache, dass Joseph Kimchi sehr viel ungenaue Citate in seiner Grammatik hat: הכי קרא שמו זכרון כי הואיל הלך אחר זכרונו ולא שת לבו אל שגיאותיו לתקנן בפי הכתוב. Es genügt nur der Hinweis auf Genesis 27, 36, das Vorbild meines Satzes (הכי קרא שמו יעקב), um erkennen zu lassen, dass ich hier nicht die wirkliche Ursache des Titels unserer Grammatik anzugeben beabsichtige, sondern eine Eigentümlichkeit des Buches in scherzhafter Weise mit seinem Titel in sehr naheliegende Verbindung bringe. Es thut mir leid, dass der Verfasser der gründlichen Monographie über J. Kimchi und seine Grammatik diese rein stylistische Eigur meiner Einleitung als ernste Meinung aufgefasst hat. Budapest. W. Bacher. In seinem, ״die Nagid-Würde“ betitelten Aufsatze im vorigen Jahrgange dieser Zeitschrift (p. 63) erwähnt Herr Dr. Berliner das Schreiben des R. Zemach b, Duran an einen anonymen Nagid in Aegypten, welches von dem Sohne Zemachs, R. Salomo, in seinen Responsen (Livorno 1742, nicht 1782, wie Cassel Lehrbuch p. 310 hat) angeführt wird. Der Zusatz יצ״ו nach den Worten לנגיד שבמצרים beweist nun ebenso wie der Zusatz נר״ו nach den Worten א״א מורינו 1) הרב. c.), dass sowohl der beregte Nagid, als auch Zemach zur Zeit der Abfassung des Responsums noch lebten. Da Zemach 1444 starb, so ist also die Abfassung in eine frühere, wohl nicht weit zurückliegende Zeit zu verweisen. (Bemerkt sei hier nebenbei, dass die Ueberschrift an der Spitze der angeführten Responsensammlung שאלות תשובות הרש בנו של הרשבש ז״ל falsch ist und es dafür heissen muss בנו של הרשבץ ז״ל.) Nun erwähnt R. Meschullam b. Menachem aus Volterra in seinem Reiseberichte (Luncz, Jerusalem I p. 185 ff.) einen Nagid Namens R. Salomo b. Joseph, welcher zu der Zeit, da Meschullam seine Reise unternahm (1481) als Oberrichter über die Juden, Samaritaner und Karäer Aegyptens vom Sultan eingesetzt war, und von dessen weitreichenden Machtvollkommenheiten er einen anschaulichen Bericht liefert. Dass dieser Nagid R. Salomo damals bereits in hohem Gr eisenalter stand, darauf scheint der Umstand hinzudeuten, dass Obadia aus Bartenora, der nur 7 Jahre später (248 1488) jene Gegenden bereist, in seinem Reiseberichte (herausgegeben von Neubauer im Jahrbuch für d. Gesch. d. Juden u. d. Judenthums III p. 209) bereits einen anderen Nagid, R. Nathan Hakohen, erwähnt, dass also Salomo in der Zwischenzeit gestorben sein muss. Man wird unter diesen Umständen wohl nicht fehlgehen, wenn man in dem erwähnten anonymen Nagid des Raschbasch den

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