Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 289)
- Language
- German
- Belongs to
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286 Kehlbuchstaben, so lautet es wie dessen Vokal, in צאו also wie u, in יאי| wie 1. 2) Vor י lautet es stets wie 1. H) Vor jedem anderen Oonsonanten neigt seine Aussprache dem kurzem Pathach zu.* 1) Steht neben dem Schewa ein Gaja, so ist es in allen drei Fällen gedehnt zu sprechen.2) Stehen zwei Schewa in der Mitte eines Wortes neben einander, so ist das erste quiescens, das zweite mobile; folgt dem zweiten ein י, so wird es wie 1 gesprochen, z. B. in ירמיהו; wenn dem zweiten Schewa einer der Buchstaben אחה״ע folgt, so wird es mit dem Vokal des Kehlbuchstaben gesprochen; folgt dem zweiten Schewa einer der übrigen Oonsonanten (also nicht יי oder אחה״ע), so wird es mit ä gesprochen. 3) — Niemals kann ein Wort mit zwei Schewa beginnen.4) (Fortsetzung folgt). nur die zwei ersten Regeln. — RDQ ist seinem Vater fast wörtlich gefolgt (Michl. 48aff.), dgl. RMQ (Mahal. S. 81 ff.). — Die Fälle, in denen zwei Schewa am Ende stehen (wie in 0ויש), bringt Jos. Q. nicht; Chaj. und AIE dag. ausführlich; vgl. Mosn. 2b fg. 38 a. Zach. 2 a. 1) RMQ sagt für diesen Fall: קריאת השבא נוטה לקמץ; wozu Elia Lev. bemerkt, dass Qamez hier nach der Aussprache der portug. und franz. Juden gemeint sei, also a, nicht nach der der deutschen. 2) Dass, hat schon Ben Bal’am (vgl. Dukes in Beittr. III S. 199 Anm. 1). — Den Namen געיא will Baer (in A. Merx Archiv Bd. I Halle 1867, S. 56 ff.) von ימן ח (Hiob 6,5) in der Bed. ״Stimmerhebung“ ableiten; ebenso Cassel, Anm. zu Kusari II 80 von ״ געהschreien“. — Die Stellen, die Jos. Q. als Beispiele für Schewa mit Ga’ja bringt, haben in unseren Texten kein G-a’ja, s. 0. Einen Unterschied zwischen Ga’ja und Metheg macht Jos. Q. mit Recht nicht (s. Sikk. S. 56 u. 68); viele Gramm, haben zwischen beiden unterschieden, indem sie das Zeichen nur bei Schewa ״Ga’ja“ nannten, bei Vokalen aber von ״Metheg“ sprachen; so z. B. Elia Levita in Tub Ta’am cap. 7. — Vgl. Ges. Kautzsch S. 48ff. u. König S. 111—118. 3) Elia Lev. zu Mahal. S. 83: Diese Aussprache (desד־~vor') ist den Tiberiensern besonders eigen, die es damit sehr genau nehmen. 4) Sikk, S. 47.