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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 212

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 212 (sequence 215)
Language
German
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212 und Verbreitung des Buches zu verhindern, sind sattsam bekannt1.׳) Schon am 21. Juli erschien der kaiserl. Befehl in gedachtem Sinne unter besonderer Bezugnahme auf die schon im vorangegangenen Jahre zu Gunsten der Juden ergangene kaiserliche Verfügung.2) Der kaiserl. Erlass wurde E. durch den Frankfurter Magistrat auf dem Börner vorgelesen. E. verth ei di gte sich gegen die darin enthaltene Beschuldigung und beantragte, die Juden sollten zunächst bis nach ausgetragener Sache eine .Kaution von 20000 Thlr. stellen. Auch verwahrte er sich in einer an den Kaiser gerichteten Bittschrift d. d. Frankfurt 14. August gegen das Dazwischentreten Wertheimer’s und verlangt, dass dieser zu einer Sicherheitsleistung von 10,000 11. angehalten werde; zugleich bittet er um Erteilung der Druckerlaubnis, wie er schon in einer 8 Tage vorher an den Kaiser gerichteten Eingabe um ein Privileg auf 6 Jahre nachgesucht habe.3) Obige Bittschrift wurde am 26. November vom Kaiser an Kurfürst Johann Wilhelm mit der Bitte übersendet, er möge ihm darüber Nachricht geben, ob E's Angaben, der zur Drucklegung des Buches sich ״auf den von Ew. ־Liebden darüber erhaltenen consens zum öftern beruffet und solches buch mit dero authorität zu bekräftigen vermahlt“, der Wahrheit entsprechen. Der Kurfürst antwortet hierauf d. d. Düsseldorf4) 28. Dezember, er habe obigem Schreiben entnommen, dass der Kaiser sich bewogen gefunden habe, das Buch untersuchen zu lassen ״inzwischen aber den forttruck und distrahirung desselben zu suspendiren.“ Was nun die gewünschte Auskunft anbelangt, so »muss * ich zwahr meines unterthänigsten orths dahin gestelt sein lassen, was Ew. Kay. Majestät und aus welchen Vor- J) Ygl. Berliner und Hoffmann, Magazin für die Wissenschaft des Judenthums 1879 S. 59; Kaufmann, Samson Wertheimer S. 18. 2) Beilage I. 3) Beilage II. 4) Die kurplälzische Hofhaltung wurde von Johann Wilhelm nach D. verlegt, da Heidelberg in Trümmern lag.

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