Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 4)
- Language
- German
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Joseph Qimchi und seine Grammatik. Von Dr. Emanuel Blüth. I. Das Leben, die Bedeutung und die Schriften Joseph Qimchi’s. A. Qimchi’s Leben. Obgleich die Familie Qimchi in der Geschichte der jüdischen Literatur einen so klangvollen Namen hat, sind die Nachrichten, die 'uns über die Träger dieses Namens überliefert sind, dennoch sehr mangelhaft. Selbst über das Leben eines David Qimchi, sicherlich des bedeutendsten aller südfranzösischen Grammatiker, dessen Werke selbst noch die Spraehgelehrten des 17. und 18. Jahrhunderts sich zum Vorbild genommen haben,!Hessen die Quellen nur spärlich. Nicht anders verhält es sich mit seinem älteren Bruder Mose, dessen Mahalach durch mehrere Jahrhunderte — vielleicht mit weniger Recht als die Werke David’s — ebenfalls tonangebend gewesen ist. Dieses Schicksal der beiden Brüder teilt ihr Vater Joseph Qimchi, der erste bedeutende Träger des Namens. Erst den letzten Jahrzehnten war es Vorbehalten, das Dunkel, das über ihm schwebte, einigermassen aufzuhellen1). Bis vor nicht allzulanger Zeit wusste man über ihn nur wenig ג) Vgl. über ihn: Geiger, Ozar Nechmad I 97—119. — Frankl in Ersch und Grubers Encykl., 36. Theil, Leipzig. 1884, S. 55ff. — Lebreeht und Biesenthal, Einl. zum üb. radicum, S. XXIVff. — Mathews, Einl. zum ספר הגלוי. — Bacher, Einl. zum ס׳ זכרון. — Graetz, Gesch. der Juden. VI. S. 236ff. Magazin, Heft 1, 1891. 1