Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 303)
- Language
- German
- Belongs to
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296 Buch dahin versprengt worden, welchen Weg hat es genommen, ehe es in die neue Heimath gelangte? Josef Oettingen hat dafür gesorgt, dass wir wenigstens eine Strecke weit es auf seiner Wanderung begleiten können. Von den Söhnen Zacharias Lewi’s haben nach der Vertreibung der Juden aus Wien Veitei, seinem Onkel Benjamin Frankel (Mirels) folgend, nach Berlin, Josef mit seinen Vettern Jesaja und Zacharia, den Söhnen seines Onkels R. Nathan Feitel, nach Kremsier sich gewendet, wo R. Veitei, der Sohn ihres Grossonkels Israel Isserl’s, als Rabbiner wirkte. Hierher hatte nun Josef zunächst das Memorbuch als die greifbarste und inhaltreichste Erinnerung an R. Secharja’s »Schul״ mitgenommen und bis zu seinem 1706 erfolgten Tode treu gehütet. Dann wird es als Erbe an seinen trefflichen Schwiegersohn, R. Elieser Oettingen, den •Rabbiner in dem benachbarten Holleschau, gefallen sein, der aber schon 1709, vier Tage bevor er zum Rabbiner von Krakau berufen wurde, einem vorzeitigen Tode zum Opfer fiel1). Sein Sohn Josef hat diese Herkunft des Buches, dieser theueren Familienerinnerung, an der Spitze derselben nach dem Heimgange seines Vaters aufgezeichnet2). Aber auch am Schlüsse, auf der Rückseite Benutzung des Memorbuches auch an dieser Stelle den besten Dank aus. Herr Rabbiner Stern vermuthet, dass die Gemeinde Misslitz von den Exulanten des Jahres 1670 gebildet wurde, da kein Leichenstein über jene Zeit hinausreiche. Der älteste eines ב״ח משה ב*ה פייש rührt von יום א׳ כ״ז אייר תנ״ג her. Das Epitaph des ה׳ ליב ב״ה שמעון, der יום ד׳ ר״ח טבת תקל״ד verstorben ist, besagt: גור בגרושפך והיה אחרון מאנשי איסטרייך. Dieser Löb kann nur als Sohn eines österreichischen Exulanten, nicht aber als Zeuge des Exils von 1670, als ״der letzte Oesterreicher“ bezeichnet worden sein. ג) Kaufmann a. a. 0. 183 n. 1. s) Die am Schlüsse fast völlig verblasste Ueberschrift lautet: זה הספר היה שייך לדודי האלוף הקצין לשמים ולבריאו׳ היה לרצון מוה״רר זכריהו וויגא זצלה״ה גל... — so weit hat ein Neffe Zacharias Lewi’s geschrieben, worauf nach einer Lücke von wenigen Buchstaben Josef Oettingen fortsetzt: זאת הכותב נכד שלו הק׳ — Lücke, auf der jedoch kaum etwas