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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 261

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 261 (sequence 268)
Language
German
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Zur Geschichte der Exegese über den Vers: Gen. 49,10 לא יסור שבט וגו׳. Von Rabb. Dr. B. Zimtnels in 8t. Pölten. (Fortsetzung). III. Die theologisch-polemische Deutung. 1. Die kirchliche Literatur bis zur Reformation. Dass unsere Stelle im N. T.1) nicht als Schriftbeweis angeführt wird, haben einzelne kirchliche Schriftsteller, wie Huetius und Crusius2) (Baur 272, B. 118) offen und ehrlich zugestanden3). Damit wäre eigentlich a priori jeder Christ- *) Die bereits oben erwähnte Beziehung zu Ez. 21, 82 wurde als iness. Argument kaum ernstlich behauptet. — Eine allgemeine "Widerlegung jeder christologischen Auffassung unseres Verses findet sich in der Antwort, die ein R. Me'ir b. Jecheskel (Plet Sof. hebr. Text 29) einem Apostaten gab : Wenn du zugiebst, dass der Erzvater Jakob ein Prophet war und seinem Sohn Juda einen Segen erteilen wollte, dann liegt darin nach deiner Art der Auslegung ein Widerspruch. Denn Jakob musste doch voraussehen, dass Juda’s Nachkommen den neuen Glauben nicht annehmen würden, somit wäre mit dem Erscheinen des Stifters derselben vollständig alle ihre Macht, Würde und Ansehen vernichtet worden und ihr Erzvater hätte ihnen einen Fluch und nicht einen Segen gekündet. 2) Pererius ist diese Frage auch aufgestossen (p. 1027 a); er sucht sie dahin zu beantworten, dass man zu der Zeit, da gerade die Herrschaft v. Juda auf den Fremdling Herodes überging, keinen Glauben für die Messianität einer bestimmten Person nach unserem V. gefunden hätte, da man doch damals in nächster Zukunft noch einen anderen Mess, erwarten konnte. 3) Apok. 5,5: b kern ö ix rrjg ’I. konnte als Anspielung aus der christol. Gesammtanschauung hervorgehen. Joh. 9,7 wurde ob. p. 182 berührt. Magazin, tieft IV, 1890. 18

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