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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 173

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 173 (sequence 176)
Language
German
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173 Uebersetzung lateinisch in Venedig herausgegeben. Vom Kanon hatte er nur das erste Buch übersetzt Als David de Pomis 1587 sein dreisprachiges Wörterbuch herausgab, konnte er seinen berühmten Verwandten, den Halbruder seines Onkels Jechiel Rechabja Alatino, dieses zweiten Hippokrates3), bereits durch diese seine allgemein bekanntenüebersetzungen kennzeichnen, den Sohn lernen wir aber durch ihn nur obenhin, nicht einmal dem Namen nach kennen, wiewohl er ihn nach dem Bibelworte als weisen Sohn die Freude des Vaters nennt. 1592 sehen wir Bonaiuto schon an der Seite des Vaters durch die aus., zeichnende Gnade des Papstes in der Ausübung seines früher bereits gepflegten ärztlichen Berufes von Neuem bestätigt. Die Zuverlässigkeit, Tüchtigkeit und Erfahrung erkennt der Papst beiden zu, wie er selbst an den gelehrten Arbeiten dem Sohne einen Antheil zuschreibt. Nur etwa 13 Jahre noch war es Bonaiuto vergönnt, neben seinem berühmten Vater in Ferrara zu wirken. Am 29. Nissan des Jahres 1605 verschied Mose. Kein Geringerer als Leo de Modena hat ihm die Grabschrift gedichtet. Wie de Pomis seinen Onkel Jechiel nennt auch er Alatino den Meister der Aerzte4), hebt seine naturwissenschaftliche und philosophische Gelehrsamkeit hervor und überliefert, dass ihn auch die Krone des Alters ge schmückt hat. David Kaufmann. Hebräische Messkataloge. — Gerson Wiener. — Plan einer Talmudausgabe in Dessau. Dass auch hebräische Buchdrucker nach dem Vorgänge der deutschen für die Leipziger Messe gedruckte Kataloge ihrer Presserzeugnisse herzustellen pflegten, ist bisher wohl noch nicht beachtet worden; wenigstens hat Zunz, zur Geschichte S. 245 die Thatsache unerwähnt gelassen. Um so lehrreicher erscheint daher die Angabe, die wir dem Rostocker Zacharias Grapo oder Grapius verdanken. Dieser Sohn des Meklenburger Superintendenten Zacharias Grapius, geboren zu Rostock am 6. Oktober 1671, gleich seinem Bruder Augustinus in jüngeren Jahren bereits einer der eifrigsten Pfleger der rabbinischen Litteratur unter den Christen, überliefert in seiner zur Geschichte des Talmudstudiums unter den Nichtjuden noch heute lehr- und aufschlussreichen Dissertation: Spicilegii historico- 3) David de Pomis, de medico hebraeo p. 71. 4) לוחות אבנים ed. Berliner No. 45.

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