Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 135)
- Language
- German
- Belongs to
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132 offenen Protest gegen die von R. Juda redigirte Mischna auffassen; diese tendenziöse Behauptung hat jedoch gar keinen Halt und wird durch den ganz gleichen Inhalt und Charakter der beiden Sammlungen, noch mehr aber durch den Hinblick auf das intime Yerhältniss, in welchem Chija und R. Juda zu einander standen, widerlegt. Auch in nichtjüdischen Kreisen scheint Chija’s Mischnasammlung gleich den übrigen derartigen Werken gekannt worden zu sein. Dies zeigt folgende Stelle des Kirchenvaters Epiphanius1): Al yäp Ttapadöaeig z&v üpecrßuTipajv äsuzspwaeig 7tapä zolg Ioudatoig Xiyovzai. Elal de aörat zeaaapeg, pia pev elg Sfvopa Mwuaiwg tptpopivr). Aeuzepa 6k f) zou xaXoupevou 'Paßßtaxtßa, zpizr) 'A3dä ij rou ’Iouda, zezdpzr) täv biwv ’Aoapiovaloo. In den drei ersten erkennt man ohne Schwierigkeit das Deuteronomium (bei Juden Mischne Thora genannt), die Sammlung des R. Akiba und die Mischna R. Juda’s wieder. Zur Erklärung des ganz unverständlichen vUav ’Aeapwvatou muss man aber mit Grätz2) diese Worte in rou lY(a Obaaia emendiren und und es soll damit die Sammlung Chija’s und die seines Schülers Oschija bezeichnet werden. Nach der Erklärung, welche Geiger (Urschrift S. 158) zu den Worten des Kirchenvaters giebt, wäre die Aufzählung der 4. Mischna ganz gegen die historische Aufeinanderfolge. *) contra haereses I, te. ף IV, S. 422.