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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 107

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 107 (sequence 110)
Language
German
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107 Kunde erhalten und Vorkehrungen zu seinem und der Hauptstadt Schutz treffen und ihm den Einlass verweigern werde. Anders lautet die geschichtliche Darstellung des Ereignisses bei Grätz1). Nach dieser war Menachem ein Bewohner Tirza’s, der gegen Samaria zog ״und die Hauptstadt Hess ihn und seine Mitverschworenen ohne Widerstand ein“. Jedoch ״mochten sich ihm andere Städte nicht sofort ergeben. Ganz besonders setzte sich die Stadt Tipsach (Tapuach), östlich2) von Thirza zur Wehr und verschloss die Thore“. — In einer Anmerkung wird hierzu noch erläutert: ״Tipsach ist Tapsakus am Euphrat, diese Stadt kann hier nicht gemeint sein. Eine Stadt dieses Namens im Zehnstämmereiche gab es aber nicht. Man muss wohl dafür mit Thenius und Anderen תסוח lesen“. Richtig ist allerdings, dass unter מתרצה im V. 14 der Wohnort Menachem’s zu verstehen sei. Nur müsste man im Original bericht eine Lücke, das Fehlen der Mittheilung, von wo aus Menachem seinen Zug nach Samaria unternommen, voraussetzen, zumal das verbum ויעל das Kommen aus einer ebenen Gegend, einer Niederung in ein gebirgiges Land anzeigt. Thirza kann keinesfalls der Ausgangspunkt Menachem's gewesen sein, weil diese Stadt nach Angabe von Reisenden3) selbst auf einem beträchtlich hohen Berg östlich von Samaria belegen war. Hiernach dürfte der geschiehtliehe Vorgang wie folgt darzustelien sein: Jerobeam II., der, wie später gezeigt werden wird, erst in seinem hohen Alter Hamath und Damaskus erobert hatte (2. Kön. 14,28), musste darauf bedacht sein, auch in den Besitz von י) Geschichte der Israeliten II. erste Hälfte S. 100. 2) Die Lage Tapuach’s kann nicht östlich von Thirza, sondern nordwestlich, ziemlich weit ab von dieser Stadt, an dem Fluss Kana unweit des Mittelmeeres belegen (Jos. 16, 8. 17, 8, 9,) gewesen sein. 3) Winer Real Wörth. Art. Thirza. Nach Robinson Neueste Bibi. Forschungen S. 396ff. das heutige Talluzah.

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