Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 90)
- Language
- German
- Belongs to
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87 Stelle dagegen ist לדם appellativisch gebraucht als eine Bezeichnung entweder der Priestergehilfen im engeren Sinne oder aller Gehilfen des Opfercultus (vgl. ßaschi zu Cholin 24 b), also auch der Sänger. (Schluss folgt.) Dr. D. Ho ff mann. Die Frankel in Worms. Von Prof. Dr. David Kaufmann in Budapest. In das Ghetto von Wien vor 1670 leitet, wie ich in meiner ״Letzten Vertreibung der Juden aus Wien und Niederösterreich“ vielfach nachgewiesen habe, der Ursprung gar vieler und hervorragender Familien in den bedeutendsten Gemeinden Deutschlands zurück. Aber dieser Nachweis ist nicht erschöpft, sondern ebenso sehr noch der Vermehrung als der Vertiefung fähig und bedürftig. Dieser österreichische Einschlag im Gewebe des geschichtlichen Lebens der deutschen Judenheit erforderte einmal ein Buch für sich selber. Aber es gilt, die Zugehörigkeit zu den Familien der Exulanten erst zu erkennen, hinter den dürren Namen den lebensvollen Zusammenhang zu schauen und die auseinandergefallenen Glieder an ihre gebührende Stelle im einstigen Organismus einzuordnen. So kann ich heute die Familiengeschichte der nach allen Richtungen hin thätigen und denkwürdigen Wiener Frankel um einige verdiente Persönlichkeiten bereichern, deren Beziehung zu dem trefflichen Geschlechte noch nicht erkannt war. Von David Isak Seckel FränkePs Söhnen habe ich nur Bärman, den Rabbiner von Fürth, ausführlicher behandeln können (S. 194 f.). Das Memorbuch von Worms giebt uns auch über Juda Löb und Ahron Fränkel Auskunft. Der Schwiegersohn des Benjamin Mirels, der Mäcen der Berliner Ausgabe des En Jakob von 1709,