Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 170)
- Language
- German
- Belongs to
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168 Julius Fürst. nicht mehr erhoben werden könne. Der Satz lautet im Original wie folgt: 3>) ״*!►ןLä »oLö, was hebr. etwa so heißen würde: ואחר שנצלה ההגדה מאלה השנים אין אופן שלישי שיחייב הפסדה.; die Paraphrase hat: .וכיון שינצל השמע מן שתי עלות המפסידות אותו אין עלה מפסדהו אחותינו ist natürlich nur ein Druckfehler für אבותינו. In der darauf folgenden Zeile hat Jbn Tibbon: השלשה שרשים, während das Original und die Pharaphrase gar kein Zahlwort aufweisen. Will man trotzdem שלשה beibehalten, indem man annimmt, daß der Zahlenbuchstabe נ von den Abschreibern leicht übersehen werden konnte, so hat man dabei jedenfalls nicht mit Guttmann (p. 147) an die ״drei Haupttheile der israelitischen Offenbarung", von denen auf S. 55 (Z. 17 f) die Rede war, zu denken. Die Stelle lautet im Original: Lubl Joy. löli Diese Worte können nur folgenden Sinn haben: ״Hält man aber (prüfend) die Ueberlieferung unsrer Väter gegen diese (drei)? Grundregeln, so wird man sie frei finden von jedem Einwand". Diese Auffassung ergiebt sich auch aus folgender Umschreibung in II: והעתיקם וקבלתם (l. ואם יבחן ארם שמע אבות' (אבותינו .ויפלסם בזה הפלס ימצאם ברורים. Welches sollen nun die drei Grundregeln sein? Jedenfalls diejenigen, welche sich aus der vorhergegangenen Erörterung ergeben haben, nämlich: 1) die Ueberlieferung eines Volkes kann auf bloßen Vermuthungen (סברות) beruhen; 2) sie kann einer absichtlichen Fälschung (הורה) ihren Ursprung verdanken; 3) keine von diesen Möglichkeiten ist vorhanden, wenn die Ueberlieferung von einer größern Gesammtheit ausgegangen ist. Prüfen wir nun die israelitische Ueberlieferung an der Hand dieser drei י) Praemissen, so gelangen wir, — da derselbe von einer ״größern Gesammtheit" ausgegangen ist — zu dem Schluß: daß sie nicht falsch sein kann, also wahr sein muß. l) In Wahrheit sind es freilich nur zwei, da 1 u. 2 nur die beiden Glieder eines disjunctiven Urtheils bilden: die falsche Ueberlieferung ist entweder Vermuthung oder Fälschung.