Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 140)
- Language
- German
- Belongs to
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Zu den Keesen Josef Idn Akttins. (Soben S. 111). Die Epigramme Jbn Aknins, die uns neue Proben von der verschollenen Poesie des so vielseitigen Mannes liefern, bedürfen der Berichtigung, die das Metrum und die aufmerksame Betrachtung des Zusammenhanges an die Hand geben. In dem ersten Vierzeiler zum Preise der Weisheit ist der zweite Halb- Vers an der Spitze der Verse leicht zu heilen; es ist einfach היליל zu lesen, wodurch Metrum und Sinn befriedigt werden. Traun, Thoren sind's, die, Traute, dich Des Morgensternes Licht vergleichen, Nimmt doch die Kraft ihm ab und schwindet, Jndeß die Deine wächst und steiget; Zu Riesen müßten Schatten werden, Zum Orion sich Thoren heben, Eh Sternenheer und Himmelzeichen Zu deinem Range jemals reichen, Der zweite Vierzeiler ist am Schlüsse zerrüttet. Der Sinn kann auch hier nicht zweifelhaft sein. Es soll die Weisheit trotz ihres Schwindens (l. פסרת) und ihrer niedrigen Stellung in jener Zeit verherrlicht werden. Die Zeit ist die unedle Hülle, das unreine Gefäß, die unreine Umgebung, die dem edlen Inhalte der köstlichen Weisheit Nichts anzuhaben vermögen. Für צנת dürfte ציצת zu lesen sein; חונפת kann als Neubildung nach begründeter Analogie im Sinne eines Abstraktums aufgefaßt werden; in לובשה ist das ה zu streichen. הפטר muß dem Metrum zufolge zwei Sylben enthalten. Dem Gedanken nach empfiehlt sich die Lesung הטור, wenn auch graphisch dieser Vorschlag schwerer zu vertheidigen ist. Obzwar der Schlußhalbvers sich dahin erklären läßt, daß das Steigen des