Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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groben aus dem demnächst erscheinenden Glossarium graeco-hebraeum oder: Wörterbuch der in denMidraschwerken vorkommenden griechischen Wörter nebst Realerklärung derselben von vr. Julius Fürst, $akkintr. Wenn Aristoteles die Poesie philosophischer nennt, als die Geschichte: so ist dies deßhalb, weil, während die Geschichte uns die Ereignisse, Thatsachen und Handlungen der Vergangenheit erzähh, die Poesie uns die inneren Vorgänge im Seelenleben der Menschen vorführt, uns darlegt, wie die freudigen oder trüben Ereignisse auf das Gemüth der Menschen wirken, die Triebfedern der menschlichen Handlungen uns enthüllt, und wie die Tugenden und Fehler der Menschen aus Einflüssen von Außen und der freien Selbstthätigkeit der Menschen hervorgehen. In der alten, nachbiblischen jüdischen Literatur bildet die Haggada, wie sie in den verschiedenen Erzeugnissen sich ausgestaltet, das poetische Element. Wenn die Schrift den Menschen das vorzüglichste Werk der Schöpfung nennt: so veranschaulicht die Aggada diesen Ausspruch in dem Worte: vor der Ferse Adams erbleichte der Glanz des Sonnenballs: um wie viel mehr vor den Zügen seines Angesichts, in welchem dessen Geist, Denkkraft, Empfinden und Wollen sich ausdrückt? Siehe, führt er zur Begründung an, wenn Jemand zwei Prnnktische anschafft, einen für sich und einen für seinen Hausfreund: für wen schafft er wol den schöneren an? natürlich für sich. Nun war Adam zum Dienste Gottes erschaffen: der Sonnenball aber