Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 173)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Kreri und Pleti. 141 David etwa diesen drei Helden hätte angedeihen lassen, nicht gedacht werden kann. Denn da der erste Monat von Jeschabeam geführt wurde, der sicherlich derselbe ist, welcher im Heldenverzeichniß 2. Sam. 28, 8 und besonders 1. Chr. 11, 11.*) ebenfalls als Erster verzeichnet und in unserem Berichte ohne Vertreter gleich den übrigen acht Helden, die in je einem Monat den Oberbefehl hatten, aufgeführt ist, so liegt es ziemlich nahe, daß die drei Monate, welche die Namen Dodo, Be na ja und Aßa el hatten, nicht um diese Helden besonders zu ehren und auszuzeichnen von David diese Namen erhalten haben, sondem weil sie gleich dem ersten Helden Jeschabeam in Wirklichkeit in diesen Monaten persönlich den Oberbefehl geführt haben, — ein Sachverhältniß, in welches schwerlich Zweifel zu setzen ist. Denn die von David verliehenen Stellen waren keine Sinecuren für diejenigen, welche sich um König und Staat verdient gemacht, sondern sind lediglich den vorzüglichen Gibborim verliehen worden, weil sie mit dem damaligen Kriegswesen sowohl theoretisch wie Praktisch vollständig vertraut und am geeignetsten waren, die Einübung der einberufenen Heerespflichtigen zu überwachen. Wie der erste der Helden im ersten Monat, haben die drei Helden nach ihm an den darauf folgenden Monaten ihr Amt persönlich verwaltet, bis eine Aenderung theils durch Ableben und theils durch geänderte Stellung eingetreten ist. Dodo wird frühzeitig gestorben, oder in einem Kriege gefallen sein, und dann erst, um sein Andenken zu ehren, ernannte David dessen Sohn Miklot an Stelle seines Vaters zum Oberbefehlshaber, ohne in der Monatsbenennung eine Aenderung eintreten zu lassen. Nachdem David den Benaja nach 2. Sam. 23, 20 zu seinem Vertrauten ernannt und dieser sein bisheriges Amt nicht mehr ganz und voll verwalten konnte, hat sein Sohn Amisabad, obgleich dieser vielleicht die erforderliche Fähigkeit zu diesem Amte nicht besessen haben mochte, es unter seines Vaters Namen verwaltet. Und Aßael betreffend, so hat man nicht im Entferntesten nöthig, es bei der Schwierigkeit bewenden zu lassm, die Bertheau (Chronik) darin findet, daß auch Aßael 0 Grätz' Geschichte I». S. 428.